Von Peter Russell
Religion und Wissenschaft erscheinen oft als extreme Gegensätze, und sind dies auch in vielerlei Hinsicht. Ich glaube, dass diese Gegensätze verknüpft werden können und wenn dies schließlich erreicht wird, das menschliche Bewusstsein die Verbindungsstelle darstellen wird.
Dass die Menschheit über ein Bewusstsein verfügt, ist ein unübersehbarer Faktor in unserer Existenz. Tatsächlich zeigt es uns alles, was wir jemals wahrnehmen: Gedanken, Bilder, Gefühle, etc., da alles nur bewusst wahrgenommen werden kann. Vom Standpunkt der westlichen Wissenschaft gibt es nichts, was komplexer zu begründen wäre: Warum sollte die vielschichtige Verarbeitung von Informationen im Gehirn zu individuellen Erfahrungen führen? Warum findet nicht einfach alles im Dunkeln statt und lässt den bewussten Teil aus? Warum haben wir überhaupt diese persönlichen und einzigartigen Erfahrungen, das sogenannte Innenleben?
Dieses Paradoxon, die unbestreitbare Existenz des menschlichen Bewusstseins trotz Mangels an zufriedenstellenden wissenschaftlichen Erklärungen suggeriert doch, dass etwas in unserem heutigen, von der Wissenschaft geprägten Weltbild, fehlt. Die meisten Wissenschaftler nehmen an, dass Bewusstsein irgendwie aus nicht wahrnehmbaren Substanzen entsteht. Da diese Annahme uns jedoch in keiner Weise weiterhilft, sollten wir doch stattdessen vielleicht andere Theorien in Betracht ziehen. Ein solcher Ansatz findet sich in einer ganzen Reihe von metaphysischen und spirituellen Lehren und Überlieferungen. Hier wird angenommen, dass Bewusstsein, genau wie Raum, Zeit und Materie, ein essentieller Bestandteil des Kosmos ist. Read More →


