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Word of Wisdom...

Affirmationen - Seelengebete

1,134 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Literatur, Texte von sg Montag 29. Dezember 2008

See Vogel

von Siegfried Fastus

Ich spüre meinen Körper.
Ich fühle das Blut in mir strömen,
Und ich begebe mich in diesen Puls.

Ich vibriere, ich werde Wärme,
So freudig schlägt mein Herz,
So hell strahlt meine Seele.

Ich fühle meinen Leib
Und spüre Liebe durch ihn fließen.
Nicht ein Gedanke stört mich, nicht ein Bild.

Meine Gedanken ruhen in meinem Denken,
Meine Gefühle strömen durch mein Herz,
Ein Wissen lebt in meiner Seele.

Ich bin ein Kind der Ewigkeit,
Ein Mensch mit Angst und Schuld,
Ich bete hier in Dankbarkeit, in Liebe, in Geduld.

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(K)eine Weihnachtsgeschichte

1,099 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Cyber-Cafe von rg Freitag 19. Dezember 2008

Alle Jahre wieder...

(K)eine Weihnachtsgeschichte von Wüllenstein

Es war einmal so beginnt das Märchen von denen, die auszogen weil sie das Fürchten gelernt hatten. Es war einmal etwa drei Tage vor Weihnachten spät abends. über den Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer: “Ausländer raus und “Deutschland den Deutschen!”. Steine flogen in das Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen; niemand hatte etwas gesehen.
“Los! Kommt! Es reicht wir gehen!”. “Wo denkst du hin? Was sollen wir denn da unten im Süden?” “Da unten, das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer! Wir tun was an der Wand steht: Ausländer raus.”

Und tatsächlich: Mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. (Mehr…)



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Selbst-Bewusstsein

916 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Blickwinkel, Texte von sg Sonntag 14. Dezember 2008

Die Brücke

von Siegfried Fastus

Wie auch immer ich mich dem Begriff ‚Selbst-Bewusstsein’ nähere, ich werde zunächst wohl geneigt sein, mich in die Domäne der modernen Tiefenpsychologie zu begeben. Und dies nicht zuletzt auf Grund meiner Bildungsprägung: ich bin Psychoanalytiker Jungscher Prägung. Legt man die Annahmen der Tiefenpsychologie zugrunde, ist Selbstbewusstsein eine Verhaltensqualität, eine psychische Energieleistung, die das ‚Ich’ einer individuellen Persönlichkeit hervorbringt. Allein mit diesem einen Satz habe ich mich bereits verstrickt. Will sagen, falls ich diesem Pfad einigermaßen korrekt folgen sollte, würde ich mich notwendigerweise in einer mehrseitigen Abhandlung über die so genannten ‚Essentials’ der menschlichen Psyche wieder finden, was ich gar nicht vorhabe.

Ich spreche hier ein grundlegendes Dilemma an, mit dem heute jeder geisteswissenschaftlich Denkende konfrontiert ist. Nämlich, dass jeder, der den Mut aufbringt, über Aufbau und Zusammenhalt unserer Welt universell zu forschen, zunächst einmal den Nachweis des bereits Bekannten, den aktuellen Forschungsstand zu liefern hat, ehe er sich erlauben kann, zu neuen Ufern aufzubrechen. Und genau dies wird auch geschehen, falls er es wirklich wagt: er wird aufbrechen. Etwas in ihm bricht dann zwangsläufig auf, und er hat dabei das merkwürdige Gefühl, dass er dabei genau den eigentlichen Kern von sich selbst berührt, jenseits aller abgesicherten akademischen Pfade.

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Das göttliche Kind

1,085 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Literatur, Texte von sg Freitag 5. Dezember 2008

Ausblick

von Siegfried Fastus

Den ersten Satz zu beginnen, hieße forschen, was in meiner Seele spricht. Zuhören. Ich spreche von der elementaren Übung, dem Wollen zu entsagen, um in den Willen zu kommen. Eine Domäne aus Geist und Natur, die jenseits menschlicher Existenz waltet und doch erst im Menschen Wirklichkeit wird, wirkt. Der Geist durchdringt die Natur, die so zu sich kommt, wie ein Blinder, der doch sehen kann. Wie hätte sonst Christus Wunder wirken, heilen können?

Sich von der blinden, unbewussten Natur zu befreien, bedeutet, den inwendigen Christus zu finden, seinen Ruf zu hören. Das Göttliche lebt in mir. Es macht mich zum Menschen, wenn ich es auch leugnete. Als ich ein Kind war, wohnte ich bei Gott, was meine Eltern in dumpfer Einfalt ahnten, was sie zutiefst ängstigte. Kleine Kinder können ihre göttliche Herkunft mächtig strahlen lassen, ohne dies wirklich zu wollen. Sie sind ein Faszinosum, das die Eltern verstören kann, die aus der Einheit der Seele gefallen sind, ihre Religion verloren haben. (Mehr…)



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