Das göttliche Kind

von Siegfried Fastus
Den ersten Satz zu beginnen, hieße forschen, was in meiner Seele spricht. Zuhören. Ich spreche von der elementaren Übung, dem Wollen zu entsagen, um in den Willen zu kommen. Eine Domäne aus Geist und Natur, die jenseits menschlicher Existenz waltet und doch erst im Menschen Wirklichkeit wird, wirkt. Der Geist durchdringt die Natur, die so zu sich kommt, wie ein Blinder, der doch sehen kann. Wie hätte sonst Christus Wunder wirken, heilen können?
Sich von der blinden, unbewussten Natur zu befreien, bedeutet, den inwendigen Christus zu finden, seinen Ruf zu hören. Das Göttliche lebt in mir. Es macht mich zum Menschen, wenn ich es auch leugnete. Als ich ein Kind war, wohnte ich bei Gott, was meine Eltern in dumpfer Einfalt ahnten, was sie zutiefst ängstigte. Kleine Kinder können ihre göttliche Herkunft mächtig strahlen lassen, ohne dies wirklich zu wollen. Sie sind ein Faszinosum, das die Eltern verstören kann, die aus der Einheit der Seele gefallen sind, ihre Religion verloren haben. (Mehr…)














