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Word of Wisdom...

Alles in ein Buch

853 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Literatur, Texte von sg Donnerstag 14. Mai 2009

El Hierro - Canarias

von Siegfried Fastus

Schreib alles in ein Buch,
Das sich am Ende noch an dich erinnert.
Reim dir dein Leben nur zusammen
Und bade dich
In tausend schönen Bildern -

Das wahre Glück beschreibt sich ganz von selbst.

Ach, wie ein heiliger Strom
Kommt mir die Sprache vor,
Die jenes Denken prägt:
Schreib alles in ein Buch,
In tausend schönen Bildern
Und bade dich -

Wer heute nicht mehr singen mag,
Kann morgen schon verstummen.

© Foto Roland Gehweiler



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Der Rote Faden

1,295 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Literatur, Texte von sg Freitag 23. Januar 2009

Red Line

von Siegfried Fastus
Nimm nun du, oh Mensch, dem Theseus gleich,
Den roten Faden wieder auf,
Hinab geworfen in der Liebe Streben,
dank Ariadne kluger Tat,
Um dich hinaus zu führen
Aus deinem Sinnenweltenlabyrynth,
Ins Leben.

Gefangen bist du allemal in deinen engen Mauern,
dies ist dein Leid und auch dein Sehnen,
befeuert von dem einen selben Stoff,
Der Angst, dem Wunsch nach Sicherheit,
Letztlich dem Drang zum Überleben.

Nimmst du, oh Mensch, den Faden, ganz tapfer
Und seiner Farbe folgend wieder auf,
Tu dies mit Gottvertrauen,
Trotz aller Sorgen, Zweifel oder Klagen,
Ein neues Haus wirst du erbauen,
Das dann dem Plan der Seele eher mag behagen. (Mehr…)



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Wenn die Seele spricht…

1,411 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Texte von sg Samstag 3. Januar 2009

Core Points

von Siegfried Fastus

Wenn die Seele spricht, herrscht Stille.
Wenn die Seele singt, erklingt mein Herz.
Wenn die Seele weint, weint Christus.

Wenn meine Seele lebt, wird dein Gesicht zum Dach der Welt.

Wer sich einer Sache hingibt, verliert sich in ihr.
Wer sich verliert, wird krank und leidet.
Wer leidet, der wird im Schmerz sich neu gebären.

Wer sich gefunden hat, wird ewig leben.

Als ich ein Kind war, bespielte ich die Welt.
Als ich noch jung war, schuf ich mir meine Götter,
Als ich ein junger Held war, riss ich Altäre ein.

Als ich ein Mann war, entdeckte ich die Liebe.

Wer das Alte Jerusalem nicht kennt,
Wird in das Neue nicht einziehen.
Wer sich gefunden hat, lebt in der Stille.

Wer in der Stille ruht, durchwandert alle Zeiten.

Der Mensch findet sich im Geist, seiner wahren Natur.
Bei den Tieren ist es umgekehrt.
The fish does not think, the fish knows. (Mehr…)



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Zeitlos

1,039 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Texte von rg Samstag 3. Januar 2009

Paradies Blumen

von Roland Gehweiler

Zeit
vergeht, war nie gewesen
ohne Substanz
weder schwer noch leicht.

Zeit
wie kann man Ewigkeit
teilen ohne sie
zu zerstören?

Zeit
hat kein Wesen, kein Gesicht
hält nicht was sie verspricht. (Mehr…)



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Abwrackprämie

1,032 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Gesellschaft, Texte von sg Donnerstag 1. Januar 2009

Schrott Auto

von Siegfried Fastus

Wenn Frauen Politik machen, muss das nicht immer gut gehen. Aber es hat Auswirkungen. Davon zeugt folgendes Beispiel:

Völlig unabhängig davon, was ein einigermaßen wacher Zeitgenosse bei der kruden Wortschöpfung „Abwrackprämie“ assoziieren mag, bleibt mir bei diesem Sprachungetüm, diesem perfiden Machwerk erst einmal die Luft weg. Stellen Sie sich vor, Ihre Ehefrau oder Ihr Freund schauen Ihnen vertrauensvoll in die Augen. Und dann bemerken Sie, wie Ihnen nachgerade abrupt, getragen von einer sehr nüchternen, entschiedenen Stimme das Wort “Abwrackprämie“ aus diesen scheinbar so vertrauten Gesichtern entgegen schlägt.

Danach können sie es als Mann, der sich von nichts erschüttern lässt, auch selber üben, indem Sie ganz für sich in Ihrem Arbeitszimmer sitzen, wo Sie sich ein wenig sammeln oder entspannen wollen. Jetzt blicken Sie auf den offenen Monitor und betrachten das Wort „Abwrackprämie“, das Sie fast wie ein wenig schwachsinnig als eine erste Überschrift Ihrer nachfolgenden Gedanken in die Tastatur geklopft haben. Sie können gar nicht anders: Das Wort „Abwrackprämie“ presst sich umgehend in Ihre Sprachwerkzeuge, während Zunge, Gaumen und Stimmbänder sich rasch eng zusammenziehen, wie nach einer hoch aggressiven Säureattacke. Dieser bereits physisch recht unangenehme Vorgang wird dabei noch von der dringlichen Seelenregung des ‚Schleunigst Herausschleudern Wollens’ akut verstärkt, und der gesamte Vorgang mündet darin, dass Sie etwas zutiefst Verachtungswürdiges, etwas furchtbar Hässliches hörbar von sich geben, wie einen Ekel erregend verfaulten Darmwind nach einer peinigenden Kolik. Sie haben tatsächlich das Wort ‚Abwrackprämie“ hingeschrieben, ja sogar laut und vernehmlich vor sich hin gesagt, gerade eben. Plötzlich haben Sie das Gefühl, dass es Ihnen irgendwie ganz magenschwach zumute ist. „Abkackprämie“ hallt es schließlich noch in Ihrem strapazierten Gedankenträger nach. Ziemlich verdutzt stellen Sie am Ende auch noch fest, dass Ihr Rechtschreibprogramm nur „Abfuckprämie“ zulassen möchte. (Mehr…)



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Affirmationen - Seelengebete

1,134 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Literatur, Texte von sg Montag 29. Dezember 2008

See Vogel

von Siegfried Fastus

Ich spüre meinen Körper.
Ich fühle das Blut in mir strömen,
Und ich begebe mich in diesen Puls.

Ich vibriere, ich werde Wärme,
So freudig schlägt mein Herz,
So hell strahlt meine Seele.

Ich fühle meinen Leib
Und spüre Liebe durch ihn fließen.
Nicht ein Gedanke stört mich, nicht ein Bild.

Meine Gedanken ruhen in meinem Denken,
Meine Gefühle strömen durch mein Herz,
Ein Wissen lebt in meiner Seele.

Ich bin ein Kind der Ewigkeit,
Ein Mensch mit Angst und Schuld,
Ich bete hier in Dankbarkeit, in Liebe, in Geduld.

(Mehr…)



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Selbst-Bewusstsein

916 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Blickwinkel, Texte von sg Sonntag 14. Dezember 2008

Die Brücke

von Siegfried Fastus

Wie auch immer ich mich dem Begriff ‚Selbst-Bewusstsein’ nähere, ich werde zunächst wohl geneigt sein, mich in die Domäne der modernen Tiefenpsychologie zu begeben. Und dies nicht zuletzt auf Grund meiner Bildungsprägung: ich bin Psychoanalytiker Jungscher Prägung. Legt man die Annahmen der Tiefenpsychologie zugrunde, ist Selbstbewusstsein eine Verhaltensqualität, eine psychische Energieleistung, die das ‚Ich’ einer individuellen Persönlichkeit hervorbringt. Allein mit diesem einen Satz habe ich mich bereits verstrickt. Will sagen, falls ich diesem Pfad einigermaßen korrekt folgen sollte, würde ich mich notwendigerweise in einer mehrseitigen Abhandlung über die so genannten ‚Essentials’ der menschlichen Psyche wieder finden, was ich gar nicht vorhabe.

Ich spreche hier ein grundlegendes Dilemma an, mit dem heute jeder geisteswissenschaftlich Denkende konfrontiert ist. Nämlich, dass jeder, der den Mut aufbringt, über Aufbau und Zusammenhalt unserer Welt universell zu forschen, zunächst einmal den Nachweis des bereits Bekannten, den aktuellen Forschungsstand zu liefern hat, ehe er sich erlauben kann, zu neuen Ufern aufzubrechen. Und genau dies wird auch geschehen, falls er es wirklich wagt: er wird aufbrechen. Etwas in ihm bricht dann zwangsläufig auf, und er hat dabei das merkwürdige Gefühl, dass er dabei genau den eigentlichen Kern von sich selbst berührt, jenseits aller abgesicherten akademischen Pfade.

(Mehr…)



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Das göttliche Kind

1,085 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Literatur, Texte von sg Freitag 5. Dezember 2008

Ausblick

von Siegfried Fastus

Den ersten Satz zu beginnen, hieße forschen, was in meiner Seele spricht. Zuhören. Ich spreche von der elementaren Übung, dem Wollen zu entsagen, um in den Willen zu kommen. Eine Domäne aus Geist und Natur, die jenseits menschlicher Existenz waltet und doch erst im Menschen Wirklichkeit wird, wirkt. Der Geist durchdringt die Natur, die so zu sich kommt, wie ein Blinder, der doch sehen kann. Wie hätte sonst Christus Wunder wirken, heilen können?

Sich von der blinden, unbewussten Natur zu befreien, bedeutet, den inwendigen Christus zu finden, seinen Ruf zu hören. Das Göttliche lebt in mir. Es macht mich zum Menschen, wenn ich es auch leugnete. Als ich ein Kind war, wohnte ich bei Gott, was meine Eltern in dumpfer Einfalt ahnten, was sie zutiefst ängstigte. Kleine Kinder können ihre göttliche Herkunft mächtig strahlen lassen, ohne dies wirklich zu wollen. Sie sind ein Faszinosum, das die Eltern verstören kann, die aus der Einheit der Seele gefallen sind, ihre Religion verloren haben. (Mehr…)



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Das Leben ist ein Traum

1,147 x gelesen - Abgelegt in der Kategorie: Literatur, Texte von sg Montag 10. November 2008

Web World

von Siegfried Fastus

Du legst dich müde hin
Nach einem schweren Tag.
Lässt du nun los,
Wirst du bald schlafen.

Da fängst du schon zu träumen an
Ein Bildermeer von Engeln und Dämonen.
Du findest deinen wahren Grund,
Befreit von tausend Illusionen.

Schon trinkst du von dem Lebensquell,
Bist angeschlossen an den Geist,
Der dich in Liebe speist,
Der mit dir träumt. (Mehr…)



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