The Happy Planet Index

About this talk

Statistician Nic Marks asks why we measure a nation’s success by its productivity — instead of by the happiness and well-being of its people. He introduces the Happy Planet Index, which tracks national well-being against resource use (because a happy life doesn’t have to cost the earth). Which countries rank highest in the HPI? You might be surprised.
About Nic Marks

Nic Marks gathers evidence about what makes us happy, and uses it to promote policy that puts the well-being of people and the planet first.

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Grüsse vom guten Leben

Gruesse vom wahren Leben...

von Martin Frischknecht

Wenn das Wetter wärmer wird und freundlich, zeigt sich die Welt, wie wir sie am liebsten haben. Freundlich strahlend lädt sie ein, sie zu bewundern. Wer jetzt nicht Musse hat oder sie sich nimmt, der verpasst womöglich, worum das Ganze geht: Nichts tun, Dasein, Geniessen. Das tun, wozu wir geschaffen wären. Wenn da nicht die Sandflöhe wären, das Schreien der Kinder, das Brumsen und Sumsen im Kopf. Das Denken. Lässt es sich abschalten?

Eine Gruppe von knapp zwanzig Menschen lagert unter einem weit ausladenden alten Baum. Einige sitzen auf weissen Plastikstühlen, andere haben es sich mit Matten auf dem Gras bequem gemacht. Die Hälfte sitzt in der Sonne, die Hälfte im Schatten. Ab und zu steht einer auf und wechselt von Warm zu Kühl und umgekehrt. Ein laues Lüftchen umspielt die Gesichter. Am Himmel kreisen Milane und Gleitschirme, aus der Ferne ist gelegentlich der Schrei eines Pfaus und das heisere Brüllen eines Esels zu hören.
Eine junge Frau, die am Boden sitzt, stillt ihr Kind, bis es ihr in den Armen wegdöst. Ein Vater liegt auf einer Reisstrohmatte und spielt mit seinem Baby. Von dem sind ab und zu Laute des Vergnügen zu vernehmen. Sonst ist es still. Wir sitzen im Kreis und schweigen.
Die meisten halten die Augen geschlossen, einige sitzen mit offenen Augen da, blicken entspannt in die Runde. Ein Bild der Harmonie und des Friedens. Im Hintergrund erklingt leises Klappern von Küchengerät. Das Menue hängt seit Tagesanbruch an der Türe zum Essraum. Um eins wird es dampfend vor uns auf dem Tisch stehen.
So lässt sich gut sein. Wir sind Grossmütter, Väter, Mütter, Paare, Einzelne, Kinder, Schweizer, Amerikaner und Inder. Wir sind teils von weit her gekommen, um im Berner Oberland während gut einer Woche zusammenzusein. Uns verbindet ein Anliegen, das schlichter kaum sein könnte: Wir wollen nichts tun, und das konsequent. Continue reading