Wir haben zum Ewigen keinen anderen Zugang als durch den Augenblick,
in dem wir leben. Herbert von Hoemer

Worauf konzentrieren wir uns? Auf Vergangenes, auf Künftiges? Oder auf den gegenwärtigen Moment? Es dürfte kein Zweifel bestehen, dass wir am meisten bei uns selbst sind, wenn wir aus der Gegenwart nicht abschweifen. Dann nehmen wir unseren Körper wahr, dann sind wir offen für sämtliche Geräusche, Gerüche und Eindrücke um uns herum. Dann fühlen wir. Dann sind wir erfüllt. Wir sind auch eingebettet. Wir sind – sofern wir dies annehmen können – geborgen im Hier und Jetzt, auf diesem Fleck unseres blauen Planeten im Universum. Inwiefern hat das etwas mit dem Ewigen zu tun? Nun, dieser Augenblick ist einer von unzählig vielen, die es seit Entstehen unserer Erde gab, die es auch künftig geben wird. Man kann diese Milliarden von Jahren und Erdumdrehungen eine Ewigkeit nennen.
Im Kontinuum der Menschheitsgeschichte haben wir als Individuum unseren eigenen Platz. Das darf uns mit Ehrfurcht für die ewige Lebenskette und zugleich mit Demut erfüllem. Während alles, woran wir denken, weiter nichts als Vorstellung bzw. Erinnerung ist, pulsiert das wahre Leben im jeweiligen Augenblick. Im Jetzt spüren wir es – und uns.
Quelle: @Imulse

«Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt? Wer hat so viel Pinke, Pinke, wer hat so viel Geld? » Jahr für Jahr liegt man sich in den Armen und singt dieses Lied. Es ist Karneval in Deutschland, viel Alkohol ist die Kehle runtergeflossen. Der Abend neigt sich dem Ende zu, das Fest ist aus. Nun heisst es auseinandergehen, und, ja, einer, einer mindestens wird die Zeche bezahlen müssen. Bevor es so weit ist, erheben sich die Gäste, sie hängen sich links und rechts bei ihren Nachbarn ein, dann singen sie fröhlich und ausgelassen von den Schulden, die beglichen werden sollen.
Das ist die sprichwörtliche deutsche Gemütlichkeit. Wenn in der kalten Jahreszeit die Vorräte knapp werden und die Kälte nicht weichen will, wird zusammengekratzt, was man noch hat, und es wird ein rauschendes Fest gefeiert. Einige Tage liegen Hinz und Kunz sich in den Armen. In der Nacht auf Aschermittwoch geht das Karnevalstreiben zu Ende. Nach dem Kehraus wird die Tristesse der langen Fastenzeit mit derselben Gelassenheit hingenommen, wie zuvor die Festfreude mitriss und begeisterte. All das geht vorbei, und es kehrt wieder. Im Tanz des Lebens.

sieht es jedes feine Härchen.
Ist das Ohr dem Taubsein nahe,
hört es kleinster Mücken schwirren.
Eh ´ der Gaumen völlig stumpf wird,
kennt er Wasser nach der Quelle.
Will sich der Geruch verlieren,
kennt er dürren Holzes Moder.
Ist der Körper am Erlahmen,
rastlos muss er sich bewegen.
Eh ´ im Herzen Wahnsinn dunkelt,
scheidet klar es Recht und Unrecht.
Eh ´ das Äußerste erreicht ist,
kehrt sich nichts ins Gegenteil.
Liä Dsi

von Roland Gehweiler
(English Text below)
Strebe danach glücklich zu sein
Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke an den Frieden der Stille.
So weit als möglich, ohne dich aufzugeben, sei auf gutem Fuß mit jedermann.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus, und höre Andere an, auch wenn sie langweilig und unwissend sind, denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen. Meide die Lauten und Streitsüchtigen. Sie verwirren den Geist.
Vergleichst du dich mit anderen, kannst du hochmütig oder verbittert werden,
denn immer wird es Menschen geben, die bedeutender oder schwächer sind als du.
Erfreue dich am Erreichten und an deinen Plänen.
Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang, wie bescheiden er auch sein mag;
er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.

von Roland Gehweiler
English version see below!
Was ist mit „Menschlicher Nachhaltigkeit“ gemeint?
Dazu bietet sich das Bild an, wie Großmutter eine Erbsensuppe kochte und wir alle nach dem Mahl nachhaltig satt waren. Aber Menschliche Nachhaltigkeit?
Größerer Kontext
Wir müssen lernen in einem größeren Zeit-Kontext zu denken, um mit dem Begriff etwas anzufangen. Nachhaltiges Denken und Handeln stehen in allen unseren Lebensbereichen an. Wir können nicht erwarten, dass wir alle Probleme der menschlichen Gesellschaft in einer Generation überwinden und lösen können; sondern wir müssen erkennen, dass unser Leben und unsere Generation nur einen Beitrag dazu leisten können “ wir sind der Humus für die nächsten Generationen.
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