Category Archives: Cyber-cafe

Bevor das Äußerste erreicht ist…

Ist das Auge am Erblinden,
sieht es jedes feine Härchen.
Ist das Ohr dem Taubsein nahe,
hört es kleinster Mücken schwirren.

Eh´ der Gaumen völlig stumpf wird,
kennt er Wasser nach der Quelle.
Will sich der Geruch verlieren,
kennt er dürren Holzes Moder.
Ist der Körper am Erlahmen,
rastlos muss er sich bewegen.

Eh´ im Herzen Wahnsinn dunkelt,
scheidet klar es Recht und Unrecht.

Eh´ das Äußerste erreicht ist,
kehrt sich nichts ins Gegenteil.

Liä Dsi

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Daylight – full of small dancing particels

Rumi - Daylight full of...

Rumi - Daylight full of...

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Ins Gesicht geschrieben

Gesichter

Kein anderer Körperteil zeigt mehr, wer wir sind und was in uns vorgeht, als das menschliche Gesicht. Das gilt für Babys, für Pokerrunden wie für den Dalai Lama.

Von Martin Frischknecht

Wenn wir geboren werden, wenn wir, wie man sagt, das Licht der Welt erblicken, was sehen wir da? Sehen ist beileibe nicht der erste Sinn unseres Lebens. Bereits im Mutterleib hört der Mensch, darauf schmeckt, riecht und tastet er, der Sehsinn bildet sich nur allmählich aus und gewinnt für die Wahrnehmung des Neugeborenen im Verlaufe der ersten Monate an Bedeutung. Zunächst unterscheiden wir durch unsere Augen bloss hell und dunkel, mit der Zeit bekommt die Welt um uns Tiefe und Kontur. Das entscheidende Bild, das uns immer wieder erscheint, mal ganz nah, dann wieder auf Distanz, ist ein Gesicht. Es ist das Gesicht der Mutter. Bald können wir aus allen Gesichtern, die uns vor Augen kommen, das Gesicht der Mutter erkennen. Ihre Nase, ihre Augen, ihre Stirn und ihr Mund lehren uns lesen. Wir lesen Gefühle.
Rund dreißig Muskeln bewegen das Gesicht des Menschen, etwa ein Drittel dient dem mimischen Ausdruck, das heisst, mit diesen Bewegern teilen wir anderen bewusst oder unbewusst mit, wie wir drauf sind und was in uns vorgeht. Den Zusammenhang zwischen Mimik und Emotion haben wir von der Wiege auf erlernt, und zwar rasch und gründlich. Seitdem sind die Bahnen zwischen mimischem Ausdruck, Wahrnehmung und Gefühl in unserem Hirn derart eingespielt, dass die Signale, die auf ihnen transportiert werden, kaum noch ins Bewusstsein dringen. Die Reize werden automatisch verarbeitet und bestimmen doch ganz wesentlich, wie wir uns anderen gegenüber verhalten. Es ist der legendäre erste Eindruck, und zwar der allererste und meist auch der entscheidende, den wir beim ersten Anblick eines Gesichts gewinnen. Dieser Eindruck, verbunden mit einem Gesicht, wird zu einem Bauchgefühl, das uns für andere einnimmt oder gegen sie stimmt.

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Die unbändige Seele

Michael A. SingerDieses Buch beginnt ganz einfach, und es beginnt mit dem Offensichtlichen: Wir alle sind nahezu unablässig von Gedanken erfüllt, und dieses pausenlose Denken macht die Welt aus, in der wir leben. Doch eigentlich sind wir mehr als das. Im Grunde sind wir frei, uns steht eine unermessliche Energie zur Verfügung, und unsere Seele ist nicht dazu verurteilt, im Gefängnis schlechter Gewohnheiten und Ängste zu versauern. Im Gegenteil: Was wir wirklich sind, liegt jenseits der Begrenzungen von Raum und Zeit.

Michael Singer führt den Leser Schritt für Schritt dazu, die eigene Wahrnehmung zu beobachten und sich dem anzunähern, was hinter dem Fühlen und Denken steht. Erstaunlich, was für Möglichkeiten und Bereiche sich mit einem Mal auftun! Der amerikanische Yoga- und Meditationslehrer schöpft aus der eigenen Erfahrung, wenn er in einfacher Sprache und mit leicht nachvollziehbaren Beispielen den spirituellen Weg beschreibt. Er formuliert die Botschaft unvergänglicher Weisheit im Gewand unserer Zeit. Read More →

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(K)eine Weihnachtsgeschichte

Alle Jahre wieder...

(K)eine Weihnachtsgeschichte von Wüllenstein

Es war einmal so beginnt das Märchen von denen, die auszogen weil sie das Fürchten gelernt hatten. Es war einmal etwa drei Tage vor Weihnachten spät abends. über den Marktplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer: „Ausländer raus und „Deutschland den Deutschen!“. Steine flogen in das Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen; niemand hatte etwas gesehen.
„Los! Kommt! Es reicht wir gehen!“. „Wo denkst du hin? Was sollen wir denn da unten im Süden?“ „Da unten, das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer! Wir tun was an der Wand steht: Ausländer raus.“

Und tatsächlich: Mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Read More →

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