Category Archives: Perception Shift

Grüsse vom guten Leben

Gruesse vom wahren Leben...

von Martin Frischknecht

Wenn das Wetter wärmer wird und freundlich, zeigt sich die Welt, wie wir sie am liebsten haben. Freundlich strahlend lädt sie ein, sie zu bewundern. Wer jetzt nicht Musse hat oder sie sich nimmt, der verpasst womöglich, worum das Ganze geht: Nichts tun, Dasein, Geniessen. Das tun, wozu wir geschaffen wären. Wenn da nicht die Sandflöhe wären, das Schreien der Kinder, das Brumsen und Sumsen im Kopf. Das Denken. Lässt es sich abschalten?

Eine Gruppe von knapp zwanzig Menschen lagert unter einem weit ausladenden alten Baum. Einige sitzen auf weissen Plastikstühlen, andere haben es sich mit Matten auf dem Gras bequem gemacht. Die Hälfte sitzt in der Sonne, die Hälfte im Schatten. Ab und zu steht einer auf und wechselt von Warm zu Kühl und umgekehrt. Ein laues Lüftchen umspielt die Gesichter. Am Himmel kreisen Milane und Gleitschirme, aus der Ferne ist gelegentlich der Schrei eines Pfaus und das heisere Brüllen eines Esels zu hören.
Eine junge Frau, die am Boden sitzt, stillt ihr Kind, bis es ihr in den Armen wegdöst. Ein Vater liegt auf einer Reisstrohmatte und spielt mit seinem Baby. Von dem sind ab und zu Laute des Vergnügen zu vernehmen. Sonst ist es still. Wir sitzen im Kreis und schweigen.
Die meisten halten die Augen geschlossen, einige sitzen mit offenen Augen da, blicken entspannt in die Runde. Ein Bild der Harmonie und des Friedens. Im Hintergrund erklingt leises Klappern von Küchengerät. Das Menue hängt seit Tagesanbruch an der Türe zum Essraum. Um eins wird es dampfend vor uns auf dem Tisch stehen.
So lässt sich gut sein. Wir sind Grossmütter, Väter, Mütter, Paare, Einzelne, Kinder, Schweizer, Amerikaner und Inder. Wir sind teils von weit her gekommen, um im Berner Oberland während gut einer Woche zusammenzusein. Uns verbindet ein Anliegen, das schlichter kaum sein könnte: Wir wollen nichts tun, und das konsequent. Read More →

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Noetic Institut – Feldforschung an den Grenzen des Bewusstseins

Ein Interview mit Dr. Marilyn Schlitz vom Noetic Institut
Von Elizabeth Debold aus EnlightenNext Magazin

Marilyn SchlitzWenn du einem Schokoriegel positive Wünsche sendest, verbessert das die Stimmung von dem, der ihn isst? Können die Emotionen eines Menschen das Bauchgefühl eines anderen beeinflussen? Kann die Physiologie eines Krebspatienten von einer geliebten Person, die in mitfühlender Intention geschult ist, beeinflusst werden? Dies sind nur einige der faszinierenden Fragen, die das Institute of Noetic Sciences (IONS) unter der Leitung von Dr. Marilyn Schlitz beantwortet hat. Die tiefere Untersuchung, die diesen einzigartigen Experimenten zugrunde liegt, konzentriert sich allerdings auf die Kraft des Bewusstseins und die Beziehung von Geist und Materie. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat Schlitz mehr als zweihundert Artikel zu Psi-Forschung (übersinnliche oder paranormale Fähigkeiten), interkultureller Heilung, Bewusstseinsstudien, Fernheilung und Kreativität veröffentlicht. Während ihrer bemerkenswert produktiven Laufbahn hat sie die Grenzen dessen erweitert, was wissenschaftlich über die Natur der Realität bewiesen werden kann – und dabei deutlich gemacht, wie eng Geist und Körper, Bewusstsein und Materie tatsächlich miteinander verbunden sind.

Schlitz, eine ausgebildete medizinische Anthropologin, hat gerade ihr erstes Jahr als Präsidentin des Instituts hinter sich, wo sie vorher mehr als ein Jahrzehnt als leitende Wissenschaftlerin und Vizepräsidentin der Forschung tätig gewesen war. IONS ist das perfekte Zuhause für die bahnbrechenden Bewusstseinsstudien, die Schlitz mit einer „spirituellen Praxis“ verbindet. 1973 durch den Astronauten Edgar Mitchell gegründet, verwendet das Institut wissenschaftliche Methoden, um die Beziehung zwischen Innerem und Äußerem, zwischen subjektiven und objektiven Bereichen zu erforschen und zu beleuchten. IONS’ ambitionierte und kühne Mission ist es, seine Ergebnisse als Katalysatoren für individuelle wie auch kollektive Transformation zu nutzen.

Schlitz ist eine ungewöhnliche Kombination aus geerdeter Empirikerin, großherziger Humanistin und weitsichtiger Visionärin. Zugleich ist sie eine hartgesottene Rationalistin, wie man sie selten findet, die ernsthaft bemüht ist, Ideen jenseits des Außergewöhnlichen zu untersuchen. Ihre Forschungsinteressen begannen mit interkulturellen Methoden der Heilung. Sie hat ihre Einsichten über die Beziehung von Geist, Körper und Kultur in ihre Lehrtätigkeit an der Harvard Medical School, der School of Medicine an der Universität von New Mexico und dem California Pacific Medical Center eingebracht, in welchen sie eine leitende Wissenschaftlerin ist. Als begehrte Dozentin, die für ihre Fähigkeit, komplexe Ideen in allgemeine Sprache zu übersetzen, sehr geschätzt wird, hat sie Reden vor der UNO, der Smithsonian Institution (amerikanische Forschungs- und Bildungseinrichtung) und dem Explorers Club gehalten. Aber sie sieht ihre Mission auch darin, über die akademischen Wissenschaften hinauszugehen, um zu gewährleisten, dass sich ein größeres Publikum dieser neuen Befunde über die Komplexität von Geist, Wissenschaft und Gesellschaft bewusst ist. Und tatsächlich hat Schlitz‘ Botschaft kürzlich ihren Weg in das Herz der Mainstreamkultur gefunden – Dan Brown, der Autor von Sakrileg – Der Da Vinci Code, platzierte ihre Untersuchungen und einen frei auf ihrer Person basierenden Charakter im Zentrum der Dramaturgie seines letzten Thrillers Das verlorene Symbol. In diesem Interview führt uns Dr. Schlitz in ihre kreative und produktive Welt und lässt uns daran teilhaben, wie sie die geradlinigen Werkzeuge der Wissenschaft benutzt, um die multidimensionalen Mysterien des Bewusstseins aufzudecken. Read More →

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Integrale Philosophie und die Evolution des Bewusstseins

Consciousness

von Steve McIntosh
Wie erklären wir von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet das Phänomen des evolutionären Auftauchens einer menschlichen Gesellschaft und Kultur? Wenn Menschen einfach hochintelligente Tiere wären, warum entwickelt sich dann unsere Kultur auf eine so dramatische Weise? Die soziale Organisation von anderen intelligenten Tieren entwickelt sich im Allgemeinen nicht, es sei denn, es liegt eine entsprechende Evolution in ihrer Biologie vor. Was genau ist es also bei den Menschen, das uns diese beispiellose Fähigkeit gibt, solch Dinge zu tun, wie Städte zu bauen, zum Mond zu fliegen, Symphonien zu komponieren oder über die Natur der Realität nachzudenken? Die klare Antwort ist, dass sich das Bewusstsein des Menschen auf eine Art und Weise entwickeln kann, die nicht von der Evolution unseres Gehirns abhängt. Anders als andere Tiere haben Menschen die Fähigkeit gezeigt, ihr Bewusstsein zu erweitern, indem sie Gesellschaft und Kultur entwickeln.

Die besondere evolutionäre Signifikanz des menschlichen Bewusstseins wird derzeit von einige wissenschaftlichen Materialisten und postmodernen Akademikern diskutiert, die ein solches Denken häufig als „Spezieszentrisch“ bezeichnen. Erkennen wir aber einmal die Tatsache an, dass sich das menschliche Bewusstsein in einzigartiger und beispielloser Weise entwickelt, dann müssen wir auch zugestehen, dass da tatsächlich etwas Besonderes am Menschen ist, das uns von anderen Tieren unterscheidet. Und wenn wir besser verstehen wollen, warum und wie sich das menschliche Bewusstsein entwickelt, dann müssen wir für eine Antwort über die Wissenschaft selbst hinausgehen. In jüngster Zeit sind nämlich eine Reihe von philosophischen Durchbrüchen gelungen, die ein neues Licht auf die Evolution des Bewusstseins werfen. Diese Einsichten stammen von einem besseren Verständnis des Bewusstseins und der Kultur, und zwar von der Integralen Philosophie. In diesem Artikel werden wir einen kurzen Blick auf das neue, durch die Integrale Philosophie bedingte Verständnis der Evolution werfen und zeigen, wie genau diese Perspektive verspricht, uns bei den wachsenden globalen Problemen zu helfen, denen wir in diesem beginnenden 21. Jahrhundert gegenüberstehen. Read More →

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Bewusstsein – Die Brücke zwischen Religion und Wissenschaft

Peter Russell

Religion und Wissenschaft erscheinen oft als extreme Gegensätze, und sind dies auch in vielerlei Hinsicht. Ich glaube, dass diese Gegensätze verknüpft werden können und wenn dies schließlich erreicht wird, das menschliche Bewusstsein die Verbindungsstelle darstellen wird.

Das die Menschheit über ein Bewusstsein verfügt, ist ein unübersehbarer Faktor in unserer Existenz. Tatsächlich zeigt es uns alles, was wir jemals wahrnehmen: Gedanken, Bilder, Gefühle, etc., da alles nur bewusst wahrgenommen werden kann. Vom Standpunkt der westlichen Wissenschaft gibt es nichts, was komplexer zu begründen wäre: Warum sollte die vielschichtige Verarbeitung von Informationen im Gehirn zu individuellen Erfahrungen führen? Warum findet nicht einfach alles im Dunkeln statt und lässt den bewussten Teil aus? Warum haben wir überhaupt diese persönlichen und einzigartigen Erfahrungen, das sogenannte Innenleben?

Dieses Paradoxon, die unbestreitbare Existenz des menschlichen Bewusstseins trotz Mangels an zufriedenstellenden wissenschaftlichen Erklärungen suggeriert doch, dass etwas in unserem heutigen, von der Wissenschaft geprägten Weltbild, fehlt. Die meisten Wissenschaftler nehmen an, dass Bewusstsein irgendwie aus nicht wahrnehmbaren Substanzen entsteht. Da diese Annahme uns jedoch in keiner Weise weiterhilft, sollten wir doch stattdessen vielleicht andere Theorien in Betracht ziehen. Ein solcher Ansatz findet sich in einer ganzen Reihe von metaphysischen und spirituellen Lehren und Überlieferungen. Hier wird angenommen, dass Bewusstsein, genau wie Raum, Zeit und Materie, ein essentieller Bestandteil des Kosmos ist. Read More →

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Wahrheit und Irrtum – Wie Gefühle die Wirklichkeit prägen

Durch unsere Gefühle prägen wir die Wirklichkeit. Wir ritzen mit unseren Gedanken und Gefühlen die Matrize der erlebten Spiegelung unserer selbst, entsprechend den Mustern unserer Wahrnehmungsfähigkeit.

Fähigkeiten, die uns antrainiert und von uns selbst weiter perfektioniert wurden. Wir sind gute Schüler und können gar nicht nicht lernen. Wir saugen alles auf und ziehen es in unser Erleben. Wir sind ständigen im Werden und wandeln uns unablässig von einer Gestalt in die Nächste. 10 Millionen Zellen pro Sekunde, die absterben und sich erneuern. Ein Tanz aus Licht in rasender Geschwindigkeit.

Wie kommt es aber, dass wir uns diesem Wandlungsprozess gegenüber so schwerfällig und ungelenk anstellen?
Weil unser Bewusstsein ständig abgelenkt ist. Wie ein Kind verschmolzen mit dem Spiel, eingetaucht, Eins geworden und verwoben mit den eigenen Traumfäden. Wir weben uns unsere Schleier aus feinstem Material fleissig selbst.
Von Augenblick zu Augenblick. Alles, in was wir uns hineinfühlen, gehört zu unserem Erleben, wird fassbar und spürbar. Read More →

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