
Von Martin Frischknecht
Einen Star hat SPUREN erwartet und ist einer aufrichtigen, tief berührenden Persönlichkeit begegnet: Snatam Kaur, eine Frau, die lebt, was sie singt.
Sie ist ein Star. Wenn sie singt, lauschen ihr Hunderte, ja Tausende. Ihr letztes Konzert in der Schweiz dauerte über drei Stunden, die Leute haben mit ihr gesungen, haben eifrig mit ihr geübt, als sie von der Bühne aus Kundalini-Yoga anleitete, und das begeisterte Publikum wollte sie fast nicht ziehen lassen. Ihre CDs erreichen Spitzenplätze auf den Bestenlisten; wer zum ersten Mal ihre Stimme hört, ist verzaubert, obwohl kaum jemand den Inhalt der exotischen Anrufungen versteht, die sie aus einer wenig bekannten Tradition Indiens intoniert.
Als Snatam Kaur am Morgen vor dem Konzert den Raum betritt, in dem wir zum Interview verabredet sind, wirkt sie zunächst einmal unscheinbar. Eine kleine, grazile Frau, die sich zurückhält und leise Platz nimmt, ohne Raum für sich zu beanspruchen. Zur Beantwortung der Fragen nimmt sie sich Zeit. Nicht weil die 44-jährige Amerikanerin damit beschäftigt wäre, die zu ihrem Image passenden Aussagen zu finden, sondern weil sie nach innen hört, um die richtige Antwort zu finden. Die des Herzens. Aus Kommunikation wird Kommunion. Das ist tief berührend.
„I am certain of nothing but the holiness of the heart’s affections and the truth of imagination. What the imagination seizes as beauty must be truth, whether it existed before or not.“ John Keats
„I am certain of nothing but the holiness of the heart’s affections and the truth of the imagination.“ English Romantic poet John Keats wrote that line in a letter to a friend over 200 years ago. It’s one of my favorite quotes of all time, as it has always resonated with my deeper of knowing truth. I share it now because I sense it conveys an important wisdom for our time.
Living from our heart expands us into more of who we really are. We more readily tap into our love, compassion and joy when we live from our heart. Joy is a key element in guiding us along our life path, in knowing what brings us alive, and in expressing ourselves creatively, so connecting with our heart helps with all that.

Sraddhalu Ranade, scientist and scholar at the Sri Aurobindo Ashram, possesses a deep belief in the universality of the experience of oneness. In this complete interview, Sraddhalu Ranade discusses obstacles to living the fullness of our being, the relevance of living our essential oneness in the world today, and the collective spiritual potential of humanity. „What is needed – and that’s the unity of the future – is a unity in which each one knows oneness with all, and yet is uniquely expressive of that oneness in an absolute freedom.“
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Auf dem Weg zu einer Kultur der Kooperation
Zeigen sich in der biologischen Evolution Muster, die uns bei der Bewältigung der globalen Krisen helfen können? Die Evolutionsbiologin Elisabet Sahtouris ist überzeugt davon und geht noch einen Schritt weiter: Vielleicht sind diese Herausforderungen genau das, was wir brauchen, um als Menschheit in unserer Entwicklung einen Schritt weiterzugehen.
Von Elisabet Sahtouris
Die Menschheit entwickelt sich, wie alle anderen Lebensformen auf der Erde vor und mit uns. Evolution verläuft für den Menschen wie für alle anderen Arten weder vorhersehbar linear noch ausschließlich darwinistisch. In den fast vier Milliarden Jahren evolutionärer Erfahrung der Erde zeigen sich wiederkehrende Muster, die uns Hoffnung, Inspiration und wertvolle Einsichten geben können inmitten des nie dagewesenen Zusammenfließens dramatischer Krisen, in denen wir Menschen uns recht plötzlich wiederfinden.
Read More →Hafiz – Ein persischer Dichter, der nach 700 Jahren die Herzen westlicher Leser berührt
von Divya Doris Schang
1995 begann mit Coleman Barks neuen Übertragungen des Dichters Rumi der Siegeszug dieses Sufimystikers in den USA und machte ihn binnen kurzem zum beliebtesten Dichter Amerikas. Der Divan des persische Dichter Hafiz, der nur hundert Jahre nach Rumi gelebt hat, ist in Persien interessanterweise populärer als Rumi. Er findet sich auf nahezu jedem Bücherregal neben dem Koran und sein Ruhm verbreitete sich bereits zu Lebzeiten bis nach Indien, Kaschmir, Byzanz, Kleinasien und China. Hafiz hatte im Westen zwar bereits Goethe und Emerson im 19.Jh. zutiefst inspiriert “ Goethe nannte ihn seinen „Zwilling“ – , doch waren seine Übersetzungen hierzulande oft eher akademischen Kreisen und Liebhabern bekannt. Dies änderte sich zumindest in Amerika, als Daniel Ladinsky, inspiriert durch die Nachfolge Meher Babas, 1996 begann, frei von einer englischen Textgrundlage ausgehend die Essenz und Inspiration dieses beliebten Dichters in einer zeitgemäßen Sprache neu einzufangen. Zwischen 2011 und 2013 erschien eine Auswahl dieser zärtlich-kühnen Poesie endlich in deutscher Sprache: “Ich hörte Gott lachen“ im Arbor Verlag sowie “Mein Herz im Spiegel Deiner Augen“ und “Die leuchtenden Worte meines Geliebten“ im Theseus Verlag. Das Ensemble “Goldhauch“ zeigt künstlerische Performances mit Hafiz-Gedichten, Musik und Tanz und lässt sich für Seminare, Tagungen, Festivals, Konferenzen, Eröffnungsfeiern und Feste engagieren (www.goldhauch.de).
Meine Arbeit in meiner göttlichen Werkstatt
Besteht darin,
Die Wahrheit zu zeichnen,
Damit das Bild Gottes immer getreuer wird,
Und die grausamen Mauern einzureißen,
Die dich von der Zärtlichkeit des Feuers trennen.
Hafiz lebte von 1320 bis 1389 in Schiraz im Süden des heutigen Iran. Er erhielt den Namen Shams-du-din Muhammad und später nannte man ihn Hafiz (“der etwas im Gedächtnis bewahrt), ein Titel, der jemandem verliehen wird, der den Koran auswendig beherrscht.
Sein Vater, ein Kohlehändler, starb, als Hafiz noch ein Jugendlicher war, und hinterließ die Familie in armen Verhältnissen. So arbeitete Hafiz zunächst bei einem Tuchhändler und dann bei einem Bäcker und besuchte abends die Schule. Er meisterte das koranische Recht, die Theologie, Grammatik, Mathematik und Astronomie sowie die Kalligraphie und war ebenso mit den Werken der großen persischen Dichter vertraut.




