von Martin Frischknecht
Die Mutterliebe, das innige Band zwischen Mutter und Kind, gilt als Inbegriff des Menschlichen überhaupt. Doch über der Beziehung droht ein Schatten, und viele Menschen leiden daran, diesen Abgrund erfahren zu haben.
Wenn eine Schlange oder ein anderes Reptil Eier in eine Sandkuhle legt, so hat das Tier damit seinen Mutterpflichten Genüge getan. Mehr braucht es nicht. In den Eiern wachsen junge Tiere heran, die mit dem Tag ihres Schlüpfens über sämtliche Fertigkeiten verfügen, die sie zum Überleben brauchen: Flüchten, Angreifen, Beute packen, Fressen, Verdauen. Später kommt die Fähigkeit zur Reproduktion hinzu, und damit ist der Fortbestand der Gattung gesichert.
Für uns ist das eine schwierige Vorstellung. Wir betrachten das Geschehen mit den Augen eines Säugetieres. Wenn Schlangen nur schon auf ihren Eiern lägen und diese bebrüteten, wie es Vögel tun, so läge uns das näher. Dann gäbe es da vielleicht ein Schlangennest mit einer Schlangenmutter, die es bewachte und ihre Jungen in den ersten Tagen mit Nahrung versorgte. Nichts dergleichen. Das Prinzip Fortpflanzung durch Eiablage bei Fischen und Reptilien sieht Hege und Pflege der Frischlinge nicht vor. Dafür gibt es Nachwuchs in grosser Zahl. Die Mehrzahl der Jungtiere bleibt auf der Strecke, sie wird Opfer von Räubern, Krankheiten und Mangel. Doch der Fortbestand ist gesichert, und das funktioniert bereits einige Millionen Jahre länger als das Überleben der evolutionsgeschichtlich jüngeren Säugetiere.

Von Martin Frischknecht
Als Professor leitet er eine Fachstelle für neurobiologische Präventionsforschung und ist Autor von Studien und Fachbüchern zur Hirnentwicklung. Zugleich und hauptsächlich ist Gerald Hüther ein warmherziger, nahbarer Mensch, einer, der Dinge beim Namen nennt und andere inspiriert.
SPUREN: Herr Hüther, Sie haben sich ausgiebig mit den Bedingungen beschäftigt, unter denen es dem Menschen, namentlich in der Kindheit, gelingt, sein Potenzial zu entfalten. Haben Sie persönlich in Ihrem Leben einfach ein gutes Los gezogen, dass Ihnen das in der Kindheit weitgehend möglich war?
Gerald Hüther: Sicherlich gehört da auch Glück dazu. Ich bin in Thüringen in der ehemaligen DDR auf einem Hof mit Wassermühle grossgeworden. Wir waren an die zehn Cousins und Cousinen und lebten in altersgemischten Spielgruppen, die sich die Welt mehr oder weniger selber erschlossen, ähnlich wie Astrid Lindgrens Bullerbü. Da lernt man natürlich unglaublich viel, nicht so sehr von den Erwachsenen oder im „Frühförderunterricht“, sondern von den älteren Kindern, die sich schon etwas besser auskennen. Man ist in diesen Gruppen sehr stark verankert, weiss, dass man gebraucht wird “ jeder auf seine Weise. Der Dreijährige hat eine genauso wichtige Funktion wie der Fünfzehnjährige, weil jeder auf seine Weise etwas zu dem Spass und zu der Freude beitragen kann, die man zusammen hat. Manch eine Aufgabe lässt sich nur gemeinsam bewältigen. Das sind schon sehr günstige Voraussetzungen, wie sie viele junge Menschen in dieser Form heute kaum mehr finden.

Das Buch von Gabriel Looser “Wohin geht die Seele?“ behandelt eine uralte Frage der Menschheit. Ein erster Teil wendet sich überlieferten Traditionen zu (Juden-, Christentum und Islam sowie dem tibetischen Buddhismus, dem alten Ägypten und den Mayas) und findet hier bedeutsame, oft bis heute gültige Aussagen über unser Menschsein. Im zweiten Teil geben Nahtod-Erfahrungen Einblicke in das, was Menschen im Sterben erleben. Immer wieder stellt sich aber die Frage, was uns alte Traditionen noch sagen können, oder wo wir für uns heute neue, eigene Antworten finden müssen.

by Autumn Antal
Soft driven, slow and mad like some new language. Reaching your head with the cold, sudden fury of a divine messenger.
„Jim Morrison
Knowing what we call reality is a holographic expression of infinite consciousness playing „and knowing you are That consciousness „here are some words about words,
just for fun:
English language demands duality to exist.
English is a language built on a foundation of opposition. This can result in unique mental dysfunction for native English speakers. [I know whereof I speak.] First among them is our profound fixation on judgement. Everything is black and white in a mind that thinks constantly in polarized English words. As a culture, we are close to losing the capacity for subtlety.
In reality, opposites are complementary. This nondual vision is known to the East and to some extent in Western culture. Yet, its simplicity is often its cause for dismissal by minds desiring complication. Not to fault the mind; the mind‘s job is to measure and to divide input into little bits it “thinks“ it understands. However, it does further to put the tool down when not in use. Human thought is not the speed limit of consciousness we think.
Gelassenheit hilft: Anregungen für Gehirnbenutzer von Prof. Dr. Gerald Hüther Universität Göttingen
Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther Universität Göttingen ist Präsident der SINN-STIFTUNG, die sich darum bemüht, die neueren Erkenntnisse der Hirnforschung möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und diese Erkenntnisse in sinnvoller Weise umzusetzen.
Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Potential-Entfaltung von Kindern und Jugendlichen “ der Zukunft unserer Gesellschaft. Um in einer Welt des Wandels stabiler aufgestellt zu sein, spielen jedoch auch die Potentiale von Erwachsenen und älteren Menschen eine wichtige Rolle. Read More →


